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Neue Leitlinien zur Vorbeugung von Allergien bei Kindern


Kinder müssen nicht nur ausgewogen ernährt, sondern auch regelmäßig geimpft und vor Tabakrauch geschützt werden.
Foto: HautReport
Nürnberg, Januar 2010 - Immer mehr Kinder leiden an Allergien. Heuschnupfen, Asthma, Nahrungsmittelallergien und Neurodermitis betreffen bereits bis zu 25 Prozent der Kinder- und Kleinkinder. Wie bei anderen Zivilisationserkrankungen ist auch bei Allergien die Vorbeugung besonders wichtig.

Unter der Federführung der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI) wurden die 2004 gegebenen Empfehlungen zur Allergieprävention jetzt überarbeitet. Durch Analyse von 217 Studien, die nach wissenschaftlichem Anspruch klassifiziert wurden, konnten interessante Neuerungen gegenüber der ursprünglichen Empfehlung eingeführt werden.

Vorbeugung beginnt schon während der Schwangerschaft

Während in der Vergangenheit empfohlen wurde, bestimmte potenziell allergieauslösende Nahrungsmittel wie zum Beispiel Kuhmilchprodukte und Nüsse während der Schwangerschaft und Stillzeit zu meiden, zeigen neue Analysen, dass die Allergiehäufigkeit dadurch nicht beeinflusst wird. Es gibt jedoch Hinweise, dass regelmäßiger Fischgenuss in Schwangerschaft und Stillzeit das Auftreten von Neurodermitis günstig beeinflusst. Die Empfehlung, in den ersten vier Monaten ausschließlich zu stillen, bleibt weiterhin bestehen. Danach kann ohne Bedenken Beikost gegeben werden. Für Säuglinge und Kleinkinder ist es nicht notwendig, auf potenziell allergene Nahrungsmittel zu verzichten. Säuglingsnahrungen auf Basis von Soja-, Ziegen-, Schafs- oder Stutenmilch zeigen keinen schützenden Effekt.

Kein Einfluss durch probiotische Ernährung

Probiotika und Antibiotika beeinflussen das Auftreten von Allergien nicht wesentlich. In der Vergangenheit wurde der Einfluss von probiotischen Nahrungsmitteln, bestimmten Lebensumständen wie dem Aufwachsen auf dem Bauernhof oder der Einnahme von Antibiotika viel diskutiert. Die Analyse zeigt, dass das Aufwachsen auf dem Bauernhof, mit vielen Geschwistern oder der Kontakt mit vielen Kindern im Sinne einer unspezifischen Immunstimulation helfen kann, Allergien zu vermindern. Der positive Effekt von Probiotika war nur in einigen Studien nachzuweisen, Antibiotika wurden von dem Vorwurf der Allergieförderung entlastet.

Impfungen führen nicht zur Allergie

Auch der Zusammenhang zwischen Impfungen und dem Auftreten von Allergien wurde in den vergangenen Jahren sehr kontrovers diskutiert. Impfgegner sollten sich jetzt durch die neue Analyse überzeugen lassen, denn ein vermehrtes Auftreten von Allergien bei geimpften Kindern war in den Studien nicht nachzuweisen. Die von der Impfkommission empfohlenen Impfungen bieten sogar einen gewissen Schutz vor Allergien.

Rauchen erhöht das Allergierisiko

Unverändert gegenüber 2004 ist die Empfehlung, Kinder konsequent vor Tabakrauch zu schützen. Die Innenräume sollten durch regelmäßiges Lüften auch vor dem Befall durch Schimmelpilze geschützt werden. Die Rolle, die Haustiere in der Entwicklung von Allergien bei gefährdeten Kindern spielen, ist nicht eindeutig. Das Halten von Katzen scheint die Allergieentwicklung zu fördern, Hunde scheinen in dieser Hinsicht problemlos zu sein.

Empfehlungen für Schwangere Stillende und junge Mütter

Impfgegner sollten sich jetzt durch die neue Analyse überzeugen lassen, denn ein vermehrtes Auftreten von Allergien bei geimpften Kindern war in den Studien nicht nachzuweisen.

1) S3 Leitlinie zur Allergieprävention der deutschen Gesellschaft für Allergologie und Immunologie (DGAKI)


  Quelle:

Artikel eingestellt von Detlef Klemme - BLiCKpunkt Redaktionsbüro  Detlef Klemme
  Chefredakteur
  im BLiCKpunkt Medienverbund
  frei-HautforschungsInstitut
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